Was ist Osteopathie?
- Mehr als nur Symptombehandlung
- Drei Ebenen - Ein Ziel
- Ursachen aufspüren - Auslöser finden
- Präzise und Wirksam
- Selbstheilung aktivieren
Der Anfang
Osteopathie ist eine ganzheitliche, manuelle Heilmethode, die den Menschen in seiner Gesamtheit betrachtet – Körper, Geist und Seele sind untrennbar miteinander verbunden. Sie wurde von Andrew Tailor Still um 1874 in den USA begründet. In den kommenden 18 Jahren musste er seine neue Lehre immer wieder gegen die Schulmedizin verteidigen, um sie als eigenständiges System zu etablieren. Ergebnis seiner Beharrlichkeit war die Eröffnung der ersten osteopathischen Schule, 1892 in Kirksville, Missouri.
Von dort aus verbreitete sich die Osteopathie zunächst in den USA und ab dem frühen 20. Jahrhundert auch in Europa.
Im Mittelpunkt steht dabei nicht nur das Symptom, sondern das Zusammenspiel aller Strukturen und Funktionen im Körper.
Die Osteopathie gliedert sich in drei große Bereiche:
Parietale Osteopathie
Sie befasst sich mit dem Bewegungsapparat – also Knochen, Muskeln, Gelenken und Faszien. Wenn hier Spannungen, Blockaden oder Fehlstellungen vorliegen, kann das den gesamten Körper aus dem Gleichgewicht bringen. Mit gezielten Techniken und Übungsanleitungen helfe ich dem Körper, wieder in seine natürliche Bewegung zurückzufinden.
Viszerale Osteopathie
Dieser Bereich widmet sich den inneren Organen und ihrer Beweglichkeit. Auch Organe „bewegen“ sich – wenn diese Bewegung eingeschränkt ist, kann es zu Beschwerden kommen, die oft nicht direkt mit dem betroffenen Organ in Verbindung gebracht werden. Besonderes Augenmerk liegt auf den Aufhängungs-/ Verbindungsstrukturen der Organe untereinander und zur Wirbelsäule. Zeigen sich hier Spannungsauffälligkeiten sind organbedingte Rücken-/ Kiefer- oder Kopfschmerzen keine Seltenheit. Durch sanfte, als auch intensive Griffe unterstütze ich die Eigenbewegung der Organe und fördere so ihre Funktion.
Craniosacrale Osteopathie
Hier steht das feine Zusammenspiel von Schädel (Cranium), Wirbelsäule und Kreuzbein (Sacrum) im Fokus. Diese Strukturen sind über das Nervensystem, z.B. der Dura mater (harte Hirnhaut) und dem sogenannten craniosacralen Rhythmus eng miteinander verbunden. Mit sehr sanften Impulsen kann ich Spannungen lösen und das Nervensystem beruhigen – oft tief entspannend und stärkend zugleich.
Das Ziel
einer osteopathischen Behandlung ist es, diese drei Bereiche miteinander in Beziehung zu setzen: Ich teste, wo die Ursache eines Problems liegt – und das kann durchaus überraschen. Manchmal zeigt sich, dass hinter den Rückenschmerzen nicht die Wirbelsäule selbst steckt, sondern ein Spannungsmuster im Bauchraum, ein altes Trauma, ein Sturz, oder die Narbe einer Operation.
Osteopathie bedeutet daher auch: genau hinzuschauen, zuzuhören und die wahre Ursache hinter den Beschwerden zu finden – für eine Behandlung, die nachhaltig wirkt.